Lagerkosten-Rechner: Was kostet dich dein Lager wirklich?
Lagerkosten umfassen alle direkten und indirekten Kosten, die durch das Halten von Lagerbeständen entstehen: Kapitalbindungskosten, Suchzeiten der Mitarbeiter, ungeplante Einkaufsfahrten und Verwaltungsaufwand. Im Handwerk bleiben diese Kosten oft unsichtbar, weil sie verteilt über viele kleine Positionen anfallen.
Dieser Rechner aggregiert vier Kostenblöcke zu einem Jahresbetrag: Suchzeiten, Beschaffungsfahrten, Kapitalbindung und Chefstunden.
Was sagt dir das Ergebnis?
Der Gesamtbetrag zeigt, was dein Lagerchaos dich pro Jahr kostet: nicht in Material, sondern in verschwendeter Zeit und unnötigen Fahrten. Der größte Einzelposten ist meist die Suchzeit, da sie täglich anfällt und oft unterschätzt wird.
Annahmen wie Stundensatz, Fahrtdauer und Lagerhaltungskostensatz können unter 'Werte anpassen' individuell angepasst werden.
Kostenblöcke
Suchzeiten
MA × min/Tag × Arbeitstage × EUR/h ÷ 60
Täglich anfallend, oft der größte Einzelposten.
Beschaffungsfahrten
Fahrten/Woche × Wochen × (Dauer × EUR/h + Fahrzeugkosten)
Jede Spontanfahrt kostet 1 bis 2 Stunden.
Kapitalbindung & Schwund
Lagerwert × Überbestand-Faktor × Haltungskostensatz
Gebundenes Kapital und stilles Verfallrisiko.
Chefstunden
h/Woche × Wochen × Chef-EUR/h
Koordination, Bestellungen, Lieferantenabstimmung.
Beispiel: 3 Mitarbeiter
- Mitarbeiter3
- Suchzeit/Person/Tag15 min
- Stundensatz45 EUR/h
3 × 0,25 h × 250 Tage × 45 = 8.438 EUR
≈ 8.400 EUR/Jahr
Suchzeitkosten (1 von 4 Kostenblöcken)
Häufige Fragen zur Lagerkostenberechnung
Quellen und weiterführende Links
Quellen
- Pfohl, H.-C.: Logistiksysteme. Betriebswirtschaftliche Grundlagen. Springer, 9. Auflage, 2018
- Gudehus, T.: Logistik. Grundlagen, Strategien, Anwendungen. Springer, 4. Auflage, 2010
- Tempelmeier, H.: Material-Logistik. Modelle und Algorithmen für die Produktionsplanung. Springer, 7. Auflage, 2008
- Arnold, D. et al. (Hrsg.): Handbuch Logistik. Springer (VDI-Buch), 3. Auflage, 2008
- Fraunhofer SCS: Lager-Benchmarking, Datenbank mit über 190 analysierten Lagern
Nächste Schritte
Wenn du jetzt weißt, was dich Suchzeiten, Überbestand und Sonderfahrten kosten, ist der nächste logische Schritt die Frage, wie viel davon sich mit repleno praktisch reduzieren lässt.

