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Stundenverrechnungssatz-Rechner

Interaktiver SVS-Rechner nach dem Kalkulationsschema der Handwerkskammer. Lohnkosten, Gemeinkosten, Gewinn und Wagnis auf einen Blick.

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den ein Handwerksbetrieb pro Arbeitsstunde an Kunden in Rechnung stellt. Er deckt Lohnkosten, Gemeinkosten, Unternehmerlohn, Gewinnzuschlag und Wagniszuschlag ab und muss alle Betriebskosten sowie eine angemessene Rendite erwirtschaften.

Basis ist das Kalkulationsschema der Handwerkskammer: Gesamtkosten ÷ produktive Stunden × (1 + Gewinn% + Wagnis%).

Wie interpretierst du das Ergebnis?

Der errechnete Stundenverrechnungssatz ist dein Mindestsatz, um alle Kosten zu decken. Liegt dein aktueller Stundensatz darunter, arbeitest du unter Einstandspreis. Der Netto-SVS ist dein Zielpreis vor Umsatzsteuer. Marktlage und Kundenmix bestimmen, ob er durchsetzbar ist.

Nicht enthalten: Materialaufschlag, Fremdleistungen, projektspezifische Positionen.

Kalkulationsschema (HWK)

Kostendeckend

Gesamtkosten ÷ produktive Stunden gesamt

Preisuntergrenze: deckt alle Kosten, kein Gewinn.

Netto-SVS

Kostendeckend × (1 + Gewinn% + Wagnis%)

Zielpreis vor Umsatzsteuer.

Brutto-SVS

Netto-SVS × 1,19

Rechnungspreis inkl. MwSt.

Beispiel: SHK mit 3 Gesellen

  • Gesamtkosten/Jahr≈ 220.000 EUR
  • Produktive Stunden4.860 h
  • Gewinn + Wagnis13 %

220.000 ÷ 4.860 × 1,13 = 51 EUR/h

≈ 51 EUR/h

Netto-SVS (inkl. Gewinn und Wagnis)

Häufige Fragen zum Stundenverrechnungssatz

Was ist ein Stundenverrechnungssatz?

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den ein Handwerksbetrieb pro produktive Arbeitsstunde berechnen muss, um alle Kosten zu decken, einen Gewinn zu erzielen und ein kalkuliertes Wagnis abzusichern.

Was ist der Unterschied zwischen kostendeckendem und Netto-SVS?

Der kostendeckende SVS ist die Preisuntergrenze. Er deckt alle Kosten, aber keinen Gewinn und kein Wagnis. Der Netto-SVS enthält zusätzlich den Gewinn- und Wagniszuschlag und ist der tatsächliche Abrechnungspreis vor Umsatzsteuer.

Warum wird der Unternehmerlohn immer eingerechnet?

Auch wenn der Meister produktiv mitarbeitet, muss sein Lebensunterhalt gedeckt sein. Arbeitet er produktiv, fließt sein Lohn in die Lohnkosten und er erhöht die verrechenbaren Stunden anteilig nach Produktivitätsgrad (z. B. 60 %). Arbeitet er nicht produktiv, geht sein Lohn in die Gemeinkosten.

Was sind produktive Stunden?

Produktive Stunden sind die Stunden, die tatsächlich an Kunden berechnet werden können. Der Rechner leitet sie transparent ab: Vertragsstunden minus Krankenstand ergibt die Anwesenheitsstunden. Davon wird die unproduktive Zeit (Fahrt, Rüsten, Aufräumen) abgezogen. Typisch sind 1.200 bis 1.500 produktive Stunden pro Jahr.

Gehören Skonto und Rabatte in den SVS?

Nein. Laut HWK Cottbus und Haufe gehören Skonto und Rabatte in den Angebotspreis, nicht in den Stundenverrechnungssatz. Der SVS bildet die Selbstkosten plus Zuschläge ab.

Wie aktuell sind die AG-Sozialversicherungssätze?

Die voreingestellten Sätze (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung) sind auf Stand 2025. Du kannst sie im Bereich Werte anpassen.

Kann ich den Rechner für mehrere Lohngruppen nutzen?

Der Rechner kalkuliert aktuell mit einem einheitlichen Bruttolohn für alle Gesellen. Für unterschiedliche Lohngruppen nutze die Excel-Vorlage und passe die Lohnsätze individuell an.

Nächste Schritte

Wenn du deinen Stundenverrechnungssatz kennst, kannst du prüfen, wie viel dich dein Lager zusätzlich kostet. Oder du liest den ausführlichen Leitfaden zur SVS-Kalkulation.

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