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Meldebestand berechnen

Drei Eingaben, drei Ergebnisse. Finde heraus, bei welchem Bestand du nachbestellen musst, damit dein Lager nie leer steht.

So rechnet der Meldebestand-Rechner

Der Rechner kombiniert drei Standardformeln aus der Materialwirtschaft. Du gibst Tagesverbrauch, Lieferzeit und Sicherheitsbestand ein. Die drei Ergebnisse zeigen dir, wann du nachbestellen musst, wie viel Reserve du brauchst und wie voll dein Lager maximal sein darf.

AnnahmeDefault
Sicherheitsfaktor2 Tage
Optimale Bestellmenge200 Stück
Arbeitstage pro Woche5

Meldebestand

Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand

Sicherheitsbestand bestimmen

Vorschlag: Tagesverbrauch × Sicherheitsfaktor (Tage)

Höchstbestand

Sicherheitsbestand + optimale Bestellmenge

Grenzen des Modells

Die Formeln setzen einen gleichmäßigen Tagesverbrauch und eine feste Lieferzeit voraus. In der Praxis schwanken beide. Bei Artikeln mit stark schwankendem Verbrauch oder unzuverlässigen Lieferanten sollte der Sicherheitsbestand entsprechend höher angesetzt werden.

Offline weiterrechnen mit eigenen Zahlen

Die Excel-Vorlage enthält alle drei Formeln. Trage deine Artikel ein und berechne Meldebestand, Mindestbestand und Höchstbestand für jeden einzelnen.

Vorlage herunterladen

Beispielrechnung: Elektrobetrieb mit NYM-Kabel

Ein Elektrobetrieb mit 6 Mitarbeitern verbaut täglich NYM-J 3x1,5 Kabel. Die Lieferzeit beim Großhändler beträgt 5 Arbeitstage.

Eingaben

  • 15 Ringe Tagesverbrauch (Durchschnitt über 6 Wochen)
  • 5 Arbeitstage Lieferzeit (tatsächlich gemessen)
  • 30 Ringe Sicherheitsbestand (2 Tage Puffer)
  • Optimale Bestellmenge: 200 Ringe

Ergebnis

105 Ringe

Bei 105 Ringen wird nachbestellt. In den 5 Tagen Lieferzeit verbraucht der Betrieb 75 Ringe. Es bleiben 30 Ringe als Puffer. Die Lieferung trifft ein, bevor der Sicherheitsbestand angegriffen wird.

KennzahlErgebnis
Meldebestand105 Ringe
Sicherheitsbestand30 Ringe
Höchstbestand230 Ringe

Häufige Fragen zum Meldebestand

Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand. Die drei Variablen müssen auf denselben Zeiteinheiten basieren (Arbeitstage).
Der Mindestbestand (auch Sicherheitsbestand oder eiserne Reserve) ist der Puffer, der nie unterschritten werden sollte. Der Meldebestand liegt darüber und markiert den Zeitpunkt der Nachbestellung. Bei Erreichen des Meldebestands reicht der Vorrat gerade noch bis zum Eintreffen der Lieferung, ohne den Sicherheitsbestand anzutasten.
Eine gängige Methode: Tagesverbrauch × Sicherheitsfaktor in Tagen. Der Sicherheitsfaktor liegt je nach Liefertreue zwischen 1 und 3 Tagen. Der Rechner zeigt dir einen Vorschlag basierend auf deinem Sicherheitsfaktor. Du kannst den Wert aber jederzeit manuell anpassen.
Höchstbestand = Sicherheitsbestand + optimale Bestellmenge. Er zeigt, wie voll dein Lager maximal sein darf, damit du keinen unnötigen Platz und kein Kapital bindest.
Nur bei Sofortlieferung (Abholung beim Großhändler, Vor-Ort-Lager). Dann gilt: Meldebestand = Sicherheitsbestand. In der Praxis hat fast jede Beschaffung eine Lieferzeit, selbst wenn sie nur einen Tag beträgt.
Mindestens quartalsweise. Nach Lieferantenwechsel, saisonalen Schwankungen oder Änderungen im Auftragsvolumen sofort. Wer den Meldebestand einmal setzt und nie anpasst, bestellt irgendwann zu früh oder zu spät.

Quellen und weiterführende Links

Nächste Schritte

Der Meldebestand zeigt dir, wann du nachbestellen musst. Aber was kosten dich Fehlbestände und Sonderfahrten eigentlich? Der Lagerkosten-Rechner zeigt es dir in konkreten Zahlen.

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