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Christoph Kay
Christoph Kay
repleno Gründer
Veröffentlicht: Aktualisiert: 6 Min. Lesezeit

Beste Lagerverwaltungs-App fürs Handwerk 2026: 6 Tools im Vergleich

Top 6 Lagerverwaltungs-Apps fürs Handwerk 2026 im Vergleich: repleno, Sortly, Lager im Griff, HERO, openHandwerk und Inventorum. Mit Kriterien, Preisen und DSGVO Check.

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Beste Lagerverwaltungs-App fürs Handwerk 2026: 6 Tools im Vergleich

Kurzantwort (nach Use-Case, Stand: 02.03.2026): Für Büro und Lager in einem System: HERO oder openHandwerk. Für Ladenverkauf plus Lager: Inventorum. Für Ordnung und Großhandel-Anbindung: Lager im Griff. Für regelbasierte Nachbestellung: repleno. Für visuelle Inventarlisten: Sortly. Preise starten je nach Tool bei etwa 24 Euro pro Monat (Listenpreis).

Hinweis zur Transparenz: repleno ist unser Produkt. Es gibt keine bezahlten Platzierungen in diesem Beitrag. Die Auswahl und Bewertung der Tools basiert auf klaren Kriterien und öffentlich zugänglichen Informationen (z. B. Feature-Übersichten und Listenpreise) sowie unserer praktischen Erfahrung im Handwerkskontext (Stand: 24.02.2026). Preise und Features können sich ändern; prüfe für deine Entscheidung die aktuellen Konditionen sowie AVV/Datenschutz-Unterlagen der Anbieter. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

Die Digitalisierung im Handwerk macht vor dem Lager nicht halt. Viele Betriebe starten mit Excel oder Zettelwirtschaft und merken dann schnell, dass Suchzeiten, Fehlbestände und spontane Notfahrten echte Geldfresser sind. Moderne Lagerverwaltungs-Apps setzen deshalb auf Smartphone-Scan, klare Lagerorte und Prozesse, die zu Baustelle und Fahrzeuglager passen.

In diesem Vergleich schauen wir uns Lagerverwaltungs-Apps fürs Handwerk 2026 an. Fokus liegt auf Benutzerfreundlichkeit, Automatisierung und DACH-Tauglichkeit.


So haben wir bewertet (Methodik)

Wir haben die Tools nach diesen Kriterien bewertet:

  1. Scan und Mobile Workflow: Entnahme, Wareneingang und Inventur per Smartphone.
  2. Automatisierung: Bestellvorschläge, Bestellpunkt oder Min Max, sowie Nachbestellung ohne manuelle Listen.
  3. Lagerorte: Hauptlager, Fahrzeuglager, Baustelle, Umlagerungen und Nachvollziehbarkeit.
  4. Rollen und Rechte: Wer darf was entnehmen, bestellen, freigeben.
  5. Daten und Integrationen: Export, API, DATEV oder ERP Anbindung, zumindest CSV für saubere Übergaben.
  6. DACH Check: Sprache, Support, Rechnungsstellung sowie Vertragsunterlagen (z. B. AVV) und Angaben zu Datenstandort/Unterauftragsverarbeitern (nach Anbieterangaben).

Preisangaben sind Richtwerte und hängen in der Praxis oft von Nutzeranzahl, Modulen und Abrechnung (monatlich oder jährlich) ab. In der Regel kommen noch Steuern hinzu; bei USD-Preisen ist der Wechselkurs nicht berücksichtigt (Listenpreise, Stand: 24.02.2026).

Was wir dafür als Datenbasis genutzt haben: öffentlich verfügbare Informationen der Anbieter (z. B. Feature-Übersichten, Preis-Seiten, Hilfe-Dokumentation) und unsere Praxiserfahrung mit Lagerprozessen im Handwerkskontext (Stand: 24.02.2026).

Was wir bewusst nicht behaupten: Wir haben keine vollständigen Rechts-/Datenschutzprüfungen oder Security-Audits der Anbieter durchgeführt und können nicht garantieren, dass Angaben zu Datenstandort/AVV in jedem Einzelfall passen. Prüfe das vor Vertragsabschluss anhand der jeweils aktuellen Unterlagen.

Mini-Testplan (30-60 Minuten), damit du fair vergleichen kannst:

  1. Lege 20 typische Artikel an (10 Verbrauch, 10 Werkzeug/Assets) und 2 Lagerorte (Hauptlager, Fahrzeug/Projekt).
  2. Simuliere 5 Entnahmen per Scan und 1 Wareneingang (inkl. Korrektur, falls falsch gescannt).
  3. Prüfe: Kannst du Umlagerungen nachvollziehen? Gibt es Rollen/Freigaben?
  4. Prüfe: Wie kommt eine Nachbestellung zustande (Bestellpunkt/Min-Max/Bestellvorschlag)? Wie schnell ist der Weg vom „zu wenig“ zur Bestellung?
  5. Exportiere den Bestand (CSV/API) und prüfe, ob du die Daten später sauber weiterverwenden kannst.

Wenn du tiefer einsteigen willst: Bestellpunkt und Min Max unterscheiden sich in der Praxis deutlich. Den Überblick findest du im Vergleich Bestellpunkt Verfahren vs Min Max.


Schnellwahl: Welche Lagerverwaltungs-App passt zu dir?

Wenn du eine Lagerverwaltungssoftware willst, die direkt in Angebote, Rechnungen und Büroprozesse eingebettet ist: HERO oder openHandwerk.

Wenn du Ladenverkauf plus Bestandsmanagement kombinieren musst: Inventorum.

Wenn du Ordnung und Überblick im Lager brauchst und Wert auf Großhandel-Schnittstellen (IDS, Open Masterdata) legst: Lager im Griff.

Wenn du eine Materialverwaltungs-App suchst, die Verbrauch regelbasiert nachbestellt: repleno.

Wenn du vor allem eine Inventar-App brauchst, die Werkzeuge und Geräte als Bestandsliste mit Fotos dokumentiert: Sortly.


Grundsatzentscheidung: ERP-Modul oder Spezial-App?

Bevor du Tools vergleichst, solltest du klären, welches Kernproblem du lösen willst. Die Wahl zwischen einem Modul einer Gesamtlösung und einer spezialisierten App ist eine Richtungsentscheidung:

  • Vollumfangreiche Gesamtlösung (ERP): Hier ist das Lager ein Teil des gesamten Büro-Systems. Das Ziel ist maximale Datendurchgängigkeit von der Kalkulation bis zur Abrechnung. Dieser Weg eignet sich, wenn du ohnehin deine gesamte Organisation digitalisieren willst und bereit bist, Zeit in die Einrichtung komplexerer Prozesse zu investieren.
  • Schlanke Spezial-App (Best-of-Breed): Diese Tools konzentrieren sich ausschließlich auf die Abläufe im Lager. Das Ziel ist maximale Einfachheit und Geschwindigkeit in der Bedienung. Dieser Weg eignet sich, wenn du ein konkretes Problem (z. B. Suchzeiten oder Materialmangel) sofort lösen willst, ohne die restliche Software-Landschaft zu verändern.

Die Erfahrung zeigt: Eine Lösung ist nur so gut wie die Daten, die darin gepflegt werden. Im Handwerk entscheidet oft die Akzeptanz der Mitarbeiter darüber, ob Bestände aktuell bleiben. Ein System, das im Alltag als Hürde wahrgenommen wird, führt schnell zu ungenauen Daten – egal wie mächtig der Funktionsumfang ist. Wähle daher den Ansatz, der am besten zu deiner aktuellen Betriebsgröße und deiner digitalen Strategie passt.


HERO Software (All in One für Handwerker)

HERO ist eine umfassende Handwerkersoftware, die das Lager als ein Modul von vielen (neben Angeboten, Rechnungen, Zeiterfassung) betrachtet.

  • Stärken: Alles in einem System. Wenn du HERO bereits für deine Rechnungen nutzt, ist die Lageranbindung nahtlos.
  • Zielgruppe: Betriebe, die eine All-in-One-Lösung für die gesamte Büroorganisation suchen.
  • Nachteil: Als Teil eines großen Systems ist das Lager-Modul oft weniger spezialisiert auf Automatisierung als reine "Best-of-Breed" Lösungen. Mobile Fahrzeuglager oder Umlagerungsprozesse sind oft eingeschränkt. Bei mehreren Nutzern steigen die Kosten schnell.
  • Preis: Seatbasiert: 69 Euro pro Nutzer und Monat (bei jährlicher Zahlung) plus 29 Euro pro Monat für das Lager Add-on. Bei 5 Nutzern ca. 374 Euro pro Monat (Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Hoch (nach Anbieterfokus): DACH-Markt und deutschsprachige Prozesse; Datenschutz/AVV bitte im Einzelfall prüfen.

Inventorum (für Betriebe mit Ladenverkauf)

Obwohl Inventorum eher aus dem Einzelhandel kommt, wird es manchmal auch im Handwerk für die reine Bestandsführung genutzt.

  • Stärken: Sehr ausgereiftes Kassensystem und Bestandsverwaltung.
  • Zielgruppe: Betriebe mit angeschlossenem Ladenverkauf.
  • Nachteil: Nicht auf die spezifischen Abläufe im Handwerk (Verbrauchsmaterial auf Baustellen) optimiert.
  • Preis: Shore POS (ehemals Inventorum) ab ca. 49 Euro pro Monat (Basic). Paketbasiert, nicht pro Nutzer (Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Gut, besonders wenn Ladenprozesse im Vordergrund stehen.

Lager im Griff (Ordnung und Sichtbarkeit)

Lager im Griff ist ein deutsches Tool aus Bonn, das sich auf Ordnung und Übersicht im Lager konzentriert. Die App hilft dabei, Materialien, Werkzeuge und Schlüssel zentral zu erfassen und schnell wiederzufinden.

  • Stärken: Schneller Einstieg, einfache Bedienung. Excel Im- und Export fürs Onboarding. Wöchentliche Sprechstunde (Fr 11 Uhr) und Videokurs für Support. Ab Pro: Datanorm, IDS, Open Masterdata, OCI sowie API mit Webhooks.
  • Zielgruppe: Handwerksbetriebe, die vor allem Suchzeiten reduzieren und Doppelbestellungen vermeiden wollen. Gut für Teams, die den Überblick über verstreute Lagerorte (Werkstatt, Fahrzeug, Baustelle) behalten müssen.
  • Grenzen: Fokus auf Ordnung und Transparenz. Bestellungen sind manuell auslösbar (Warenkorb, Preisvergleich bei Lieferanten). Keine Hinweise auf vollautomatische, regelbasierte Nachbestellung.
  • Preis: Starter ab 289 Euro netto pro Jahr (1-3 Nutzer), Pro ab 789 Euro netto pro Jahr (4-10 Nutzer, inkl. Schnittstellen). Enterprise auf Anfrage. Limit: bis 8.000 je Kategorie (Material, Werkzeug, Schlüssel). 30 Tage kostenlose Testphase (Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Hoch (nach Anbieterangaben): deutscher Anbieter. Angaben zu AVV, Datenstandort und Unterauftragsverarbeitern bitte in den jeweiligen Anbieter-Dokumenten prüfen.

openHandwerk (Büroprozesse und Projekte)

Ähnlich wie HERO bietet openHandwerk eine Cloud-basierte Plattform für die gesamte Betriebsorganisation, inklusive einer soliden Lagerverwaltung.

  • Stärken: Gute Integration in bestehende Workflows, starke Projektverwaltung. Erweiterte Lagerfunktionen (wie Fahrzeuglager) werden oft über Integrationen von Partner-Tools (z. B. "Lager im Griff") gelöst.
  • Zielgruppe: Mittelständische Betriebe, die ihre Prozesse weitgehend digitalisieren wollen.
  • Nachteil: Kann für sehr kleine Betriebe, die nur eine Lagerlösung suchen, zu komplex wirken.
  • Preis: Lizenzbasiert ab ca. 16 Euro pro Nutzer und Monat (bei 24 Monaten Laufzeit). Genaue Preise auf Anfrage (Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Hoch (nach Anbieterfokus): DACH-Markt und deutschsprachige Prozesse; Datenschutz/AVV bitte im Einzelfall prüfen.

repleno (Automatisierung für Verbrauchsmaterial)

repleno ist für Betriebe gedacht, die manuelle Materiallisten reduzieren wollen und Verbrauchsmaterial regelbasiert nachbestellen möchten (Hinweis: repleno ist unser Produkt).

  • Stärken: Ein Scan erledigt drei Aufgaben gleichzeitig: Verbrauch erfassen, Bestand aktualisieren und bei Bedarf automatisiert die Nachbestellung im Hintergrund auslösen.
  • Zielgruppe: kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe (Elektro, SHK, Bau), die regelmäßig Verbrauchsmaterial nachbestellen.
  • Scan-Workflow: Barcode Lagerverwaltung per Smartphone: Entnahme, Wareneingang und Inventur mit dem eigenen Handy, kein dedizierter Scanner nötig.
  • Automatisierung: Automatische Nachbestellung. Das System setzt definierte Regeln um und stößt bei Bedarf Nachbestellungen an.
  • Bestandsübersicht: Lageranalyse und Verbrauchsauswertung zeigt, welche Artikel am häufigsten entnommen werden und wo Kosten entstehen.
  • Fahrzeuglager: Aktuell Fokus auf Hauptlager. Fahrzeuglager und mobile Bestände sind als Roadmap-Thema für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen (Stand: 24.02.2026, ohne Gewähr).
  • Grenzen: repleno benötigt aktuell eine stabile Internetverbindung (kein Offline-Modus). In tiefen Kellern ohne Empfang stößt die App momentan noch an ihre Grenzen.
  • Preis: Artikelbasierte Flatrate ab 25 Euro pro Monat. Ein typischer Handwerksbetrieb nutzt den Go-Plan ab ca. 42 Euro pro Monat (bei jährlicher Zahlung). Unbegrenzte Nutzeranzahl ist in jedem Tarif inklusive (Listenpreis, Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Hoch (aus unserer Sicht): DACH-Fokus (Sprache/Support/Rechnungsstellung). Angaben zu Datenschutz/AVV und Datenstandort findest du in unseren Unterlagen; für deine Entscheidung bitte im Einzelfall prüfen.

Sortly (visuelle Inventarlisten)

Sortly ist eine weit verbreitete App für einfaches, visuelles Bestandsmanagement. Sie ist stark, wenn du vor allem eine übersichtliche Inventarliste mit Fotos brauchst.

  • Stärken: Sehr starke visuelle Komponente (viele Fotos), einfache QR-Code-Erstellung, intuitives Interface.
  • Zielgruppe: Betriebe, die eine übersichtliche, visuelle Inventarliste suchen und keine komplexe Logik benötigen.
  • Grenzen: Keine echte automatische Bestelllogik. Fokus liegt auf Tracking, nicht auf Beschaffung. Support primär auf Englisch.
  • Preis: Ab ca. 49 US Dollar pro Monat (Advanced Plan, 2 Nutzer inklusive). Für Teams mit 5 Nutzern ca. 149 US Dollar pro Monat (Ultra Plan). Listenpreise bei monatlicher Zahlung (Stand: 24.02.2026).
  • DACH Check: Mittel. US Anbieter, daher Datenschutz, AVV und Datenstandort genau prüfen. Mehr dazu im Sortly vs. repleno Vergleich.

Weitere Lagerverwaltungs-Alternativen (ERP/WaWi mit Lager-Modul)

Der Markt ist größer als 6 Tools. Die folgenden Lösungen lassen wir hier bewusst außen vor, weil sie das Lager meist als Teil einer Warenwirtschaft/ERP abbilden und dadurch Preis/Module und Umfang schwer 1:1 mit „Lager-Apps“ vergleichbar sind. Wenn du Lager ohnehin zusammen mit Einkauf/Belegen/Büroprozessen digitalisieren willst, kann diese Kategorie die richtige sein:

Odoo: Odoo ist ein modulares System, bei dem Lager ein Baustein von vielen sein kann. Das kann spannend sein, wenn du langfristig mehrere Bereiche (z. B. Einkauf, Verkauf, Projekte) in einem System zusammenführen willst. Prüfe, welche Apps/Module du wirklich brauchst, wie aufwendig Einführung/Anpassung ist und ob ein Partner nötig wird (Stand: 24.02.2026).

Powerbird: Ein Schwergewicht unter den Branchenlösungen für Elektro- und SHK-Betriebe. Besonders stark durch tiefe Branchenfeatures (z. B. Kupferzuschläge) und exzellente Großhandels-Schnittstellen (OCI, UGL, IDS) für direkten Preisvergleich und Bestellung. Das Lagermodul ist Teil der Gesamtlösung und weniger als Standalone-App gedacht. Prüfe vorab die Komplexität und ob ihr die volle ERP-Power wirklich benötigt (Stand: 24.02.2026).

STREIT: STREIT fällt ebenfalls eher in die „ERP/Warenwirtschaft für Handwerk“-Welt als in eine reine Lager-App. Das kann sinnvoll sein, wenn Lager ein Teil eines größeren Digitalisierungsvorhabens ist. Prüfe, ob das Lager-Modul eure operativen Abläufe (Baustelle/Fahrzeug/Wareneingang/Inventur) ausreichend nah abbildet und wie die Einführung im Team aussieht (Stand: 24.02.2026).

Taifun: In Handwerksbetrieben wird Taifun oft als Branchenlösung/ERP-Umfeld mit Prozessen rund um Artikel, Einkauf und Abrechnung betrachtet. Wenn du Lager nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Büroprozessen digitalisieren willst, kann diese Kategorie passen. Prüfe, wie viel Lager-Mobilität/Scanning du benötigst und ob das ohne Zusatzbausteine realistisch ist (Stand: 24.02.2026).

weclapp: Wenn du Lager eher als Teil einer Warenwirtschaft denkst (Artikelstamm, Einkauf/Verkauf, Belege), ist ein ERP/WaWi-System oft der passendere Vergleichsrahmen. Prüfe, wie tief mobile Lagerprozesse (Entnahme/Wareneingang/Inventur) wirklich abgedeckt sind und welche Module dafür nötig sind (Stand: 24.02.2026).

Xentral: Wird häufig dann relevant, wenn neben Lager auch Beschaffung, Belege und Schnittstellen im Fokus stehen. Als ERP ist die Einordnung eine andere als bei reinen Lager-Apps. Prüfe vor allem die Komplexität im Setup, die Kostenstruktur (Nutzer/Module) und ob mobile Prozesse für dein Team „einfach genug“ bleiben (Stand: 24.02.2026).

Hinweis: Diese Liste ist nicht vollständig und keine Empfehlung. Sie soll dir nur helfen, schneller die richtige Kategorie zu finden (Stand: 24.02.2026).

Vergleichstabelle: Welche App passt zu dir?

KriteriumHEROInventorumLager im GriffopenHandwerkreplenoSortly
ProduktkategorieHandwerks-ERPPOS + WarenwirtschaftInventar + GroßhandelHandwerks-ERPBestellautomatikInventar / Asset-Tracking
BestellfunktionTeil-automatischManuellManuellManuellAutomatischManuell
ScanningJa (App)Ja (App)Ja (App)Ja (App)Ja (App)Ja (App)
Anbieter / HostingDE / DEDE / DEDE / DEDE / DEDE / DEUSA / USA
Typischer EinsatzBüro + Lager in einem SystemLadengeschäft mit WarenwirtschaftLagerüberblick + Großhandel-AnbindungProjekte + Büro + LagerVerbrauchsmaterial mit Auto-NachbestellungInventarlisten mit Fotos
Preis (ab ca.) / Monat98 €49 €24 €16 € / Nutzer25 €49 $
Kosten (5 Nutzer) / Monat~374 € (Seatbasiert)~49-109 € (Paket)~66 € (Pro)~80 € (Schätzung)~42 € (Go, Flat)~149 $ (Ultra)
Großhandel-SchnittstelleJaNeinJa (IDS, Open Masterdata)JaNein (Roadmap)Nein
FahrzeuglagerEingeschränktNeinJaEingeschränktGeplant (2026)Ja
Offline-ModusJaNeinNeinJaNeinJa (Sync)

Hinweis zur Tabelle: Die Zeile "Kosten (5 Nutzer) / Monat" basiert auf den genannten Listenpreisen und typischen Annahmen (5 Nutzer, relevante Module, ggf. jährliche Zahlung); tatsächliche Kosten hängen von Laufzeit, Add-ons und Konditionen ab (Stand: 24.02.2026).

Fazit: Welche App passt 2026 zu dir?

„Viele unserer Betriebe stecken gerade mitten im Veränderungsprozess, deshalb wollen wir allen Akteuren den Weg so gut wie möglich ebnen.“ Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart (HWK Stuttgart)

Die Wahl der richtigen App hängt von deiner Strategie ab:

  • Willst du dein gesamtes Büro (Rechnungen etc.) in einem Tool? Dann schaue dir HERO oder openHandwerk an.
  • Hast du Ladenverkauf plus Lager? Dann kann Inventorum passen.
  • Brauchst du Ordnung und Überblick mit starker Großhandel-Anbindung (IDS, Open Masterdata)? Dann ist Lager im Griff einen Blick wert.
  • Willst du Zeit sparen und Beschaffung regelbasiert automatisieren? Dann ist repleno aus unserer Sicht am passendsten.
  • Suchst du eine schöne, visuelle Liste deiner Werkzeuge? Dann greife zu Sortly.

Ein modernes Lager ist kein Selbstzweck. Es soll dich entlasten. Teste die Lösungen in deinem Arbeitsalltag, bevor du dich festlegst.


Checkliste: 10 Fragen vor deiner Entscheidung

  1. Muss ich Verbrauch auf Baustelle und im Fahrzeuglager erfassen können, auch wenn der Empfang schlecht ist?
  2. Gibt es einen sauberen Scan Prozess für Entnahme, Wareneingang und Inventur?
  3. Kann ich mehrere Lagerorte anlegen und Umlagerungen nachvollziehen?
  4. Gibt es Rollen und Freigaben, damit nicht jeder alles bestellen kann?
  5. Unterstützt das Tool Bestellpunkt oder Min Max, damit Nachbestellungen zuverlässig sind?
  6. Wie schnell komme ich an Export oder API, wenn ich später integrieren will?
  7. Passt Sprache und Support zu meinem Team und zu den Arbeitszeiten?
  8. Sind AVV, Datenstandort und Unterauftragsverarbeiter transparent dokumentiert?
  9. Ist der Preis pro Nutzer, pro Lager oder pro Modul, und was kostet Wachstum?
  10. Wie aufwendig ist Onboarding, und gibt es eine echte Testphase mit eigenen Artikeln?

Möchtest du mehr über moderne Lagerstrategien erfahren? Lies unseren Leitfaden für Lagerverwaltung ohne ERP, erfahre wie Barcode-Scanning im Handwerk konkret funktioniert, berechne deinen potenziellen ROI oder wirf einen Blick in den IFH Göttingen Forschungsbericht zur Digitalisierung im Handwerk.

Bist du bereit für den nächsten Schritt? Teste die Tools, die zu deinem Use-Case passen, und vergleiche sie in deinem Arbeitsalltag. Oder lies zuerst, warum fehlendes Material Handwerker tausende Euro pro Jahr kostet.

Häufig gestellte Fragen zu Lagerverwaltungs-Apps

Ab 3-5 Mitarbeitern und mehr als 50 verschiedenen Artikeln lohnt sich eine App fast immer. Der Zeitgewinn durch weniger Suchaufwand und automatische Bestandswarnungen übersteigt die Kosten meist schon nach wenigen Wochen.
Die Preisspanne reicht von ca. 24 Euro (einfache Lagerverwaltung) bis über 100 Euro pro Monat (All-in-One-Lösungen). Spezialisierte Tools liegen typischerweise zwischen 24 und 50 Euro pro Monat.
Elektrobetriebe profitieren besonders von Apps mit automatischer Nachbestellung oder starker Großhandel-Anbindung, da sie viele Kleinteile (Klemmen, Kabel, Sicherungen) verwalten müssen.
In den meisten Fällen ja. Achte darauf, dass du Hauptlager, Fahrzeuglager und Baustellen als eigene Standorte abbilden kannst und Umlagerungen sauber nachvollziehbar sind.
Sehr wichtig. Wenn du Mitarbeiter- oder Kundendaten in der App speicherst, musst du sicherstellen, dass die Daten rechtskonform verarbeitet werden. Bei Anbietern außerhalb der EU solltest du AVV, Unterauftragsverarbeiter und Datenstandorte besonders sorgfältig prüfen.
Christoph Kay

repleno Gründer

Christoph arbeitete fünf Jahre als Elektroniker in der Industrie und hat erlebt, wie fehlende Kleinteile Abläufe ausbremsen. Später führte er als Projektmanager bei der P.S. Cooperation GmbH (Böllhoff-Gruppe) digitale Beschaffungsprozesse für wiederkehrende Teile bei Mittelstand und Konzernen ein. Heute baut er repleno, um die Beschaffung von Verbrauchsmaterialien in kleinen Betrieben weitgehend zu automatisieren.

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