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Digitale Lücke im Handwerk: Warum Beschaffung oft auf der Strecke bleibt

Viele Handwerksbetriebe erkennen digitale Chancen, scheitern aber bei der Umsetzung. Warum gerade die Beschaffung analog bleibt.

Aktualisiert: 2 Min. Lesezeit
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TL;DR

Handwerk kennt die Digitalisierung, setzt sie aber nicht um. Besonders die Materialbeschaffung bleibt analog.

  • Ursachen: Bestellungen per Zettel, Telefon oder E-Mail statt System. Folge: Spontanfahrten zum Großhandel, fehlende Standardartikel auf der Baustelle, keine Bestandstransparenz.
  • Stundensatz Meister 80 EUR. Unnötige Wege summieren sich schnell auf mehrere tausend Euro pro Jahr.
  • Lösung existiert: automatische Nachbestellung und zentrale Lieferantenanbindung, kein großes IT-Projekt nötig.

Die Digitale Lücke im Handwerk: Warum Beschaffung oft auf der Strecke bleibt

Eine aktuelle Analyse der Deutschen Handwerks Zeitung zeigt: Das Handwerk ist sich der Chancen der Digitalisierung bewusst, doch in der Praxis bleibt vieles beim Alten. Vor allem kleine Betriebe kämpfen mit der Umsetzung.

Wo es besonders hakt

Während Themen wie Kundengewinnung und Rechnungswesen langsam digitalisiert werden, bleibt die Materialbeschaffung oft ein weißer Fleck. Bestellungen laufen weiterhin über Notizzettel, Telefon oder E-Mail. Das führt zu:

  • Zeitverlust durch spontane Fahrten zum Großhandel
  • Unterbrechungen auf der Baustelle wegen fehlender Standardartikel
  • Intransparenz bei Beständen und Ausgaben

Der Preis der analogen Prozesse

Fehlende Aderendhülsen, Schrauben oder Handschuhe kosten Betriebe nicht nur Nerven, sondern bares Geld. Rechnet man den Stundenlohn eines Meisters mit 80 € und den Zeitverlust durch unnötige Wege, summieren sich die Kosten schnell auf mehrere tausend Euro pro Jahr.

Digitale Ansätze als Lösung

Die gute Nachricht: Digitale Systeme für automatische Nachbestellung und zentralisierte Lieferantenanbindung existieren längst. Sie reduzieren manuelle Arbeitsschritte und sorgen dafür, dass Verbrauchsmaterial rechtzeitig nachkommt, ohne dass der Betrieb zusätzliche IT-Ressourcen braucht.

Fazit

Die Kluft zwischen digitaler Erkenntnis und Umsetzung ist real. Wer die Beschaffung im Griff hat, reduziert Ausfallzeiten und verbessert die Wirtschaftlichkeit. Digitale Lösungen sind kein „Nice-to-have", sondern Voraussetzung, um im Wettbewerb langfristig zu bestehen.

FAQ: Digitale Lücke im Handwerk

Bestellungen laufen meist über Notizzettel, Telefon oder E-Mail. Es fehlt ein System, das Bestände und Nachbestellungen automatisch erfasst. Das führt zu spontanen Fahrten zum Großhandel, fehlenden Standardartikeln auf der Baustelle und keiner Bestandstransparenz.

Christoph Kay

repleno Gründer

Christoph arbeitete fünf Jahre als Elektroniker in der Industrie und hat erlebt, wie fehlende Kleinteile Abläufe ausbremsen. Später führte er als Projektmanager bei der P.S. Cooperation GmbH (Böllhoff-Gruppe) digitale Beschaffungsprozesse für wiederkehrende Teile bei Mittelstand und Konzernen ein. Heute baut er repleno, um die Beschaffung von Verbrauchsmaterialien in kleinen Betrieben weitgehend zu automatisieren.

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