Warum repleno kein Kanban-System ist
repleno und Kanban lösen dasselbe Problem mit unterschiedlichen Mitteln. Der Unterschied liegt im Signal: physisch vs. digital.
Kanban und repleno lösen dasselbe Problem mit unterschiedlichen Mitteln. Keines ist das andere.
Kanban kurz erklärt
Kanban ist ein physisches Signal-System aus der Produktion. Jeder Behälter oder jedes Regalfach bekommt eine Karte mit Artikel, Menge und Lieferant. Wird ein Behälter leer, wandert die Karte zur Bestellstelle: das ist das Nachbestellsignal. Eine bekannte Variante im Lager ist das Zwei-Behälter-Prinzip: Ist Behälter A leer, wird aus Behälter B weiter entnommen, während A aufgefüllt wird.
Der wesentliche Unterschied
Kanban arbeitet mit physischen Signalen: eine Karte, ein leerer Behälter. Das Signal ist sichtbar, greifbar und ohne Software zuverlässig.
repleno arbeitet mit digitalen Schwellenwerten: das System prüft den Bestand kontinuierlich und entscheidet anhand hinterlegter Regeln, ob Bedarf vorliegt.
Wann Kanban gut passt
- stabiler, vorhersehbarer Verbrauch
- feste Lieferzyklen und klare Mengen pro Artikel
- Umgebungen, in denen Karten und Behälter konsequent gepflegt werden
Wann repleno passt
- schwankender Verbrauch über viele Artikel und Lieferanten
- kein Platz oder keine Bereitschaft für physische Karten- und Behältersysteme
- Bedarf an einer zentralen Übersicht über alle Artikel und Bestellungen
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