Beste Lagerverwaltungs-App fürs Handwerk 2026: 3 Apps im Vergleich
Top 3 Lagerverwaltungs-Apps fürs Handwerk 2026 im Vergleich: repleno, Sortly und Lager im Griff. Mit Kriterien, Preisen und DSGVO-Check. Plus Praxistest: Welche App wird im Betrieb wirklich genutzt?
Die beste Lagerverwaltungs-App ist die, die dein Team im Alltag wirklich nutzt.
Für Handwerksbetriebe zählen schnelle Entnahmen, klare Lagerorte, Barcode-Scan und zuverlässiger Nachschub mehr als ein langer Katalog an Funktionen.
Lagerübersicht, in der jeder sieht, was da ist und wo es liegt, plus Meldung bevor Material ausgeht: repleno (kostenlos bis 25 Artikel, darüber ab 49 EUR/Monat, Mitarbeiter inklusive).
Lagerverwaltung mit starken Großhandel-Schnittstellen (IDS, Open Masterdata): Lager im Griff (ab 289 EUR netto/Jahr).
Visuelle Inventarlisten mit Fotos: Sortly (ab 49 US-Dollar).
Wichtigster Test: Leg einige Artikel mit Beständen an. Gib die App danach zwei Leuten im Betrieb und prüfe, ob Entnahme, Suche und Nachbestellung ohne Schulung funktionieren.
Viele Handwerksbetriebe sind digitaler, als ihr Lager vermuten lässt. Laut Bitkom-Studie 2025, einer repräsentativen Befragung von 504 Handwerksbetrieben, bieten 85 Prozent der Betriebe mindestens einen digitalen Service an, bewerten ihren Digitalisierungsgrad aber im Schnitt nur mit der Schulnote 3,0. Bei Lagerverwaltung und Dokumentation setzen nur 7 bis 10 Prozent KI oder Automatisierung ein. Gleichzeitig erwarten 56 Prozent spürbare Zeitersparnis durch digitale Prozesse. Dieselbe Spanne zwischen Zettelwirtschaft und KI untersucht das IFH Göttingen in seiner Status-quo-Analyse.
In den meisten kleinen Betrieben läuft das Lager noch über Excel, Zettelwirtschaft oder Zuruf. Oft hängt alles am Chef, oder es läuft gar nicht und versinkt im Chaos. Andere behelfen sich mit Bestelltools ihrer Lieferanten. Bei einem Ein- bis Zwei-Mann-Betrieb reicht das. Sobald aber ein richtiges Lager bewirtschaftet wird und mehrere Leute darauf zugreifen, sind Fehlteile, Sonderfahrten und Stress vorprogrammiert.
Viele starten mit Excel. Doch Excel kommt schnell an seine Grenzen: Bestände lassen sich nur umständlich in langen Listen pflegen, und im Alltag trägt niemand jede Entnahme von Hand nach. Warum das selten funktioniert, zeigt der Vergleich von Excel und App.
Die meisten Lager-Apps scheitern in der praktischen Anwendung. Denn wenn dein Team nicht bucht, stimmt der Bestand nicht. Wenn der Bestand nicht stimmt, scheitert jede Software und dein Lager versinkt wieder im Chaos.
Dieser Vergleich ordnet drei schlanke Lagerverwaltungs-Apps und Lagerprogramme nach unterschiedlichen Kernproblemen. Einen Testsieger für alle gibt es nicht; welches Tool passt, hängt an deinem teuersten Lagerproblem ab.
Was wir vorab sagen müssen: Lagersoftware fürs Handwerk gibt es reichlich, schlanke Spezialisten sind auf dem deutschen Anbietermarkt aber die Ausnahme, weil die meisten dir ein gesamtes Betriebssystem verkaufen wollen.
Wie startest du mit Lagersoftware im Handwerksbetrieb?
ERST PROZESSE UND STRUKTUR → DANN DIGITALISIERUNG → DANN AUTOMATISIERUNG
Bevor du Tools vergleichst, brauchst du kein perfektes Lager. Aber du brauchst einen klaren Plan. Eine Lager-App nimmt dir die Sucherei, die Zettel und die vergessenen Bestellungen ab. Damit sie jedoch im Alltag greift, müssen vier Dinge passen:
Ein Lager-Champion. Diese Person entscheidet Lagerorte, Etiketten, Mindestbestände und Regeln für Entnahmen. Sie zieht das Team mit, wenn der Alltag dazwischenkommt.
Starte mit dem wichtigsten Bereich. Verbrauchsmaterial, das ständig fehlt oder gebraucht wird, zuerst. So merkt dein Team schnell, warum sich die Umstellung lohnt.
Lagerorte und Etiketten müssen sichtbar sein. Perfekt muss es nicht sein. Aber jeder Artikel braucht einen Platz und eine Beschriftung, damit sie schneller gefunden und bei Entnahme gebucht werden können. Wie das geht, zeigen die Leitfäden zum Lager organisieren und Lagerplätze beschriften.
Entnahmen müssen leicht zu buchen sein. Wenn ein Monteur erst Schulungen erhalten muss, um eine App zu verstehen, wird diese nicht genutzt. Und somit auch nicht gebucht. Weil jeder ein Smartphone in der Tasche hat, sind einfache Apps wichtiger als selten genutzte Spezialfunktionen.
Hinweis zur Transparenz: repleno ist unser Produkt. Es gibt keine bezahlten Platzierungen in diesem Beitrag. Die Auswahl und Bewertung der Tools basiert auf klaren Kriterien und öffentlich zugänglichen Informationen (z. B. Feature-Übersichten und Listenpreise) sowie unserer praktischen Erfahrung im Handwerkskontext. Preise und Features können sich ändern; prüfe für deine Entscheidung die aktuellen Konditionen sowie AVV/Datenschutz-Unterlagen der Anbieter. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Wie haben wir bewertet? (Methodik)
Wir haben die Tools nach diesen Kriterien bewertet:
Einfachheit und Akzeptanz: Kommen auch die Leute damit klar, die ungern mit Software arbeiten?
Barcode-Scan und mobile Workflows: Entnahme, Wareneingang und Inventur per Smartphone, ohne zusätzliche Hardware.
Barcode und Labels: Kann das Tool Etiketten für Artikel und Lagerplätze erzeugen oder liest es nur vorhandene Codes?
Einführung und Lagerstruktur: Hilft der Anbieter beim Start mit Lagerorten, Etiketten, Artikelimport und Mindestbeständen, und gibt es Beratung oder Schulung, remote oder vor Ort im Betrieb?
Lagerorte: Hauptlager, Nebenlager, Fahrzeuglager, Baustelle, Umlagerungen und Nachvollziehbarkeit.
Automatisierung: Bestellvorschläge, Bestellpunkt oder Min Max und Nachbestellung ohne manuelle Listen.
Rollen und Rechte: Wer darf was entnehmen, bestellen, freigeben.
Daten und Integrationen: Export, API oder CSV für saubere Übergaben, falls später andere Systeme angebunden werden sollen.
DACH-Check: Sprache, Support, Rechnungsstellung sowie Vertragsunterlagen (z. B. AVV) und Angaben zu Datenstandort/Unterauftragsverarbeitern (nach Anbieterangaben).
Preisangaben sind Richtwerte und hängen in der Praxis oft von Nutzeranzahl, Modulen und Abrechnungsarten (monatlich oder jährlich) ab. In der Regel kommen noch Steuern hinzu; bei USD-Preisen ist der Wechselkurs nicht berücksichtigt.
Was wir dafür als Datenbasis genutzt haben: öffentlich verfügbare Informationen der Anbieter (z. B. Feature-Übersichten, Preis-Seiten, Hilfe-Dokumentation) und unsere Praxiserfahrung mit Lagerprozessen im Handwerkskontext.
Was wir bewusst nicht behaupten: Wir haben keine vollständigen Rechts-/Datenschutzprüfungen oder Security-Audits der Anbieter durchgeführt und können nicht garantieren, dass Angaben zu Datenstandort/AVV in jedem Einzelfall passen.
Der Praxistest: Wird es benutzt?
Wir haben vorhin schon geklärt: Lager-Software scheitert selten an fehlenden Funktionen, sondern daran, dass sie im Alltag nicht genutzt wird. Bestände stimmen nur, wenn alle mitmachen und es verstehen. Es braucht breite Akzeptanz in deinem Betrieb.
Gib das Tool zwei Leuten: einem, der gern mit Software und Apps arbeitet, und einem, der es ungern tut. Beide sollen den normalen Alltag durchspielen: Artikel finden, Entnahme buchen, Ware zurücklagern, Fehlbuchung korrigieren.
Schafft es nur der Nerd, hält der Betrieb das Tool nicht durch, egal wie gut die Feature-Liste aussieht oder was dir der Vertrieb des Anbieters erzählt.
Empfehlung: Welche Lagerverwaltungs-App passt zu dir?
Du willst das ganze Team ohne Nutzergebühr mitmachen lassen und beim Start persönliche Einführung und Prozess/Lagerberatung, remote oder vor Ort: repleno.
Du brauchst Anbindung per IDS oder Open Masterdata: Lager im Griff.
Du brauchst Geräteverwaltung mit Bildern, also Werkzeuge und Maschinen visuell dokumentiert, mit Fotos und QR-Codes: Sortly.
Lager können alle. Wähle nach dem Problem, das bei dir jeden Tag Geld und Nerven kostet.
repleno
repleno ist eine Lagersoftware für kleine Unternehmen aus Bielefeld. Der Unterschied zu den anderen hier: abgerechnet wird pro Betrieb und Artikeln statt pro Nutzer. Und wenn du vor der Einführung einer App noch Hilfe bei Prozessen, Struktur und Lagerorganisation brauchst, erhältst du persönlichen Service vor Ort oder remote.
Passt, wenn: im Betrieb ständig gesucht und nachgefragt wird, wo Material liegt und ob noch welches da ist.
Stärken:Barcode-Scan per Smartphone für Entnahmen am Regal. Artikel entstehen per Scan, KI oder Import, mit Beschreibung und Produktfoto. Verbrauchsmaterial und Werkzeug laufen als Artikel mit Meldebestand. Der Label-Designer erstellt QR- und Barcode-Etiketten aus Artikel- und Lagerdaten. Nachschub ist pro Artikel einstellbar: nur melden oder Bestellung per E-Mail an den Lieferanten. Lageranalyse und Verbrauchsauswertung werten Umschlag und Kosten je Artikel aus. Sets, Stücklisten und Projektbuchungen sind möglich.
Mehrere Lager: Denselben Artikel an mehreren Standorten und Lagerorten führen, jeder mit eigenem Bestand. Fahrzeuge und Baustellen lassen sich als eigene Lagerorte anlegen und Bestände zwischen ihnen umlagern.
Grenzen: Buchungen brauchen eine Internetverbindung; offline geht aktuell nichts (Sync geplant). Keine Großhandel-Schnittstelle (Roadmap).
Preis: Kostenloser Tarif ohne Zeitlimit mit 25 Artikeln und einem aktiven Lagerort; Registrierung online, ohne Vertriebsgespräch. Darüber artikelbasierte Flatrate ab 49 Euro pro Monat (Go-Plan, bei jährlicher Zahlung). Unbegrenzte Nutzeranzahl ist in jedem Tarif inklusive (Listenpreis, Stand: 17.07.2026).
DACH-Check: Hoch: DACH-Fokus. Angaben zu Datenschutz/AVV und Datenstandort in den Produktunterlagen; im Einzelfall prüfen.
„Für die ca. 120 Werkzeuge, die wir jetzt über repleno laufen haben, würden wir ansonsten 2 bis 4 Stunden die Woche durch Absprache und Suchen aufwenden. Jetzt sind es vielleicht 20 Minuten. Tendenz sinkend. Ich bezahle pro Firma, nicht pro User. Alle in der Firma können mitarbeiten, ohne dass die Kosten explodieren." Tapio R., Geschäftsführer eines Maschinenbaubetriebs (Capterra-Bewertung, Juli 2026)
Lager im Griff
Lager im Griff ist ein deutsches Tool aus Bonn. Seine Stärke gegenüber den anderen hier: die Großhandel-Anbindung über IDS, Open Masterdata und Datanorm, dazu Geräteverwaltung mit Werkzeug-Zuordnung an Mitarbeiter.
Passt, wenn: du Lagerüberblick brauchst, mehrere Orte im Blick behalten willst und Großhandel-Schnittstellen wie IDS oder Open Masterdata wichtig sind.
Stärken: Schneller Einstieg, einfache Bedienung, Excel Im- und Export fürs Onboarding. Für die Geräteverwaltung lassen sich Werkzeuge Mitarbeitern zuordnen, so ist nachvollziehbar, wer ein Gerät zuletzt im Einsatz hatte. Barcode- und QR-Etiketten lassen sich in der Software erstellen. Wöchentliche Sprechstunde (Fr 11 Uhr) und Videokurs für Support. Ab Pro: Datanorm, IDS, Open Masterdata, OCI sowie API mit Webhooks.
Mehrere Lager: Verwaltung mehrerer Standorte, laut Anbieter zentral gesteuert über Werke, Lager und Produktionsorte hinweg.
Grenzen: Fokus auf Ordnung und Transparenz. Bestellungen werden manuell ausgelöst, etwa über Warenkorb und Preisvergleich bei Lieferanten. Kein Vor-Ort-Support.
Preis: Starter ab 289 Euro netto pro Jahr (1-3 Nutzer), Pro ab 789 Euro netto pro Jahr (4-10 Nutzer, inkl. Schnittstellen). Enterprise auf Anfrage. Limit: bis zu 8.000 Artikel. 30 Tage kostenlose Testphase (Stand: 21.07.2026).
DACH-Check: Hoch (nach Anbieterangaben): deutscher Anbieter. Angaben zu AVV, Datenstandort und Unterauftragsverarbeitern bitte in den jeweiligen Anbieter-Dokumenten prüfen.
Sortly (visuelle Inventarlisten)
Sortly ist eine App für visuelles Bestandsmanagement. Sie ist stark, wenn du vor allem eine übersichtliche Inventarliste mit vielen Fotos pro Artikel brauchst: Werkzeuge, Geräte, Kisten, Sets, Zubehör.
Passt, wenn: du Dinge wiederfinden und dokumentieren willst, aber keine Beschaffung oder automatische Nachbestellung erwartest.
Stärken: Viele Fotos pro Artikel, QR-Code-Erstellung und eine Oberfläche, die schnell verständlich ist.
Grenzen: Fokus liegt auf Tracking und Dokumentation, nicht auf Beschaffung. Support nur auf Englisch. Kein Vor-Ort-Support.
Preis: Kostenloser Tarif mit 100 Artikeln und einem Nutzer. Ab ca. 49 US Dollar pro Monat (Advanced Plan, 2 Nutzer), Ultra 149 US Dollar (5 Nutzer). Teams ab 8 Nutzern brauchen den Enterprise-Plan, Preis nur auf Anfrage. Listenpreise bei monatlicher Zahlung (Stand: 21.07.2026).
DACH-Check: Mittel. US-Anbieter, daher Datenschutz, AVV und Datenstandort genau prüfen. Mehr dazu im Sortly vs. repleno Vergleich.
Vergleichstabelle: Welche App passt zu dir?
Kriterium
repleno
Lager im Griff
Sortly
Produktkategorie
Lagerverwaltung + Automatisierung Beschaffung
Lagerverwaltung + Inventar + Großhandel
Inventar / Asset-Tracking
Scanning
Barcode + QR (App)
Barcode + QR (App)
Barcode + QR (App)
Barcode-/QR-Labels
Ja, Label-Designer
Ja, in der Software
Ja, QR-/Barcode-Labels
Mehrere Lagerorte (Fahrzeug, Baustelle)
Ja (ab Go)
Ja
Ja
Bestellfunktion
Manuell, Freigabe oder automatisch
Manuell (Bestellvorschlag bei Mindestmenge)
Manuell
Großhandel-Schnittstelle
Nein (geplant); Bestellung per E-Mail an jeden Lieferanten, keine Händlerbindung
Ja (IDS, Open Masterdata)
Nein
Offline-Modus
Nein
Ja, nach Anbieterangaben
Ja (Sync)
Einführungshilfe
Help Center; Beratung, Einrichtung und Schulung remote oder vor Ort buchbar
Videokurs + Sprechstunde
Help Center / englischer Support
Kostenlos nutzbar
Ja, dauerhaft (25 Artikel, 1 Lagerort, alle Mitarbeiter)
30 Tage Testphase
Ja, dauerhaft (100 Artikel, 1 Nutzer)
Kosten (12 Nutzer) / Monat
~49 € (Go, Flat)
auf Anfrage (>10 Nutzer)
auf Anfrage (>8 Nutzer)
Anbieter / Hosting
DE / DE
DE / DE
USA / USA
Typischer Einsatz
Verbrauchsmaterial über mehrere Lagerorte, inkl. Sets und Projektbuchungen
Verbrauchsmaterial, Schlüssel, Werkzeug
Material und Inventar
Nicht geeignet, wenn
Offline-Buchungen heute zwingend nötig, oder Großhandel-Anbindung wichtig
Hinweis zur Tabelle: Die Zeile "Kosten (12 Nutzer) / Monat" geht von einem Team mit 12 Nutzern bei jährlicher Zahlung aus. "Auf Anfrage" heißt: der Anbieter listet für diese Teamgröße keinen öffentlichen Preis. Tatsächliche Kosten hängen von Laufzeit, Add-ons und Konditionen ab (Stand: 04.07.2026).
Was brauchen kleine Handwerksbetriebe wirklich?
Die meisten Betriebe wollen keine neue Software-Landschaft. Sie wollen wissen, was im Lager liegt, wo es liegt und wann nachbestellt werden muss. Das klingt banal. Ist es aber nicht. Genau hier verlieren Betriebe jeden Tag Zeit: suchen, nachfragen, doppelt bestellen, hinterherfahren.
Warnsignale:
Preise erst nach Vertriebsgespräch.
Funktionen sind an hohe Tarife gebunden.
Wochenlange Einführung und Schulungen, bevor der erste Artikel gebucht wird.
Intransparente Tarife.
Für ein Lagerproblem zählt Tempo: einrichten, echte Artikel importieren, Team testen lassen. Wenn du dafür erst ein großes Softwareprojekt starten musst, löst du das falsche Problem. Einen kompakten Überblick speziell für Kleinbetriebe mit zwei bis 15 Personen findest du hier.
Checkliste: Fragen an den Anbieter
In der Regel stellt dir der Vertrieb die Fragen. Dreh den Spieß um und stell sie jedem Anbieter, den du in die engere Wahl nimmst, uns eingeschlossen.
Wie schnell kann ich mit eigenen Artikeln starten und den vollständigen Ablauf testen?
Kann ich das Tool sofort selbst testen, oder erst nach einem Demo- oder Vertriebstermin?
Wie bekomme ich bestehende Artikeldaten ins System, und was passiert, wenn der Import fehlschlägt?
Gibt es einen Barcode-Scan-Prozess für Entnahme, Wareneingang und Inventur, ohne extra Handscanner? Muss ich zusätzliche Hardware anschaffen?
Kann ich mehrere Lagerorte anlegen und Umlagerungen nachvollziehen?
Gibt es eine vollständige Buchungshistorie, aus der hervorgeht, wer wann was geändert hat?
Gibt es Rollen und Freigaben, damit nicht jeder alles kann?
Wer bestellt? Gibt es Funktionen, die mir Bestellarbeit abnehmen?
Unterstützt das Tool Meldebestände oder Min Max, damit Warnungen und Nachbestellungen zuverlässig laufen?
Wie schnell meldet sich nach meiner Anfrage jemand?
Gibt es Support in der Sprache meines Teams und zu unseren Arbeitszeiten?
Erreiche ich einen Menschen, der entscheiden und helfen kann, oder lande ich bei einem KI-Bot und anschließend trotzdem im Ticketsystem?
Wie geht der Anbieter mit Feature-Wünschen um: Wer entscheidet darüber, und wie lange dauert es von der Meldung bis zur Umsetzung?
Sind AVV, Datenstandort und Unterauftragsverarbeiter transparent dokumentiert?
Ist der Preis pro Nutzer, pro Lager oder pro Modul, und was kostet mich Wachstum bei Verdopplung meiner Mitarbeiterzahl?
Kann ich bei Kündigung alle Stamm-, Bestands- und Bewegungsdaten vollständig exportieren?
Du kennst ein Tool, das hier fehlt? Wir pflegen diesen Vergleich weiter. Schreib uns über die Kontaktseite, welches Lagerprogramm du im Einsatz hast und was es kann. Wir sehen es uns an und nehmen es auf, wenn es zu kleinen Betrieben passt.
Abgrenzung
Manche Anbieter wollen Lager als Teil einer kompletten Betriebssoftware verkaufen. Das kann passen, wenn du ohnehin Angebote, Projekte, Einkauf, Personal und Abrechnung neu aufsetzt. Wenn aber nur das Lager und dein Verbrauchsmaterial nervt, ist das meist zu viel für dein Problem: umfangreiche Einführung, viele Module, mehr Abstimmungen, höhere und oft unkalkulierbare Kosten durch Abrechnung über Lizenzen pro Nutzer. Und einmal eingeführt, hängt dein gesamtes Unternehmen an einem Anbieter.
Bleib bei deiner Ausgangsfrage: Willst du Lagerorte, Bestände, Entnahmen und Nachschub in den Griff bekommen? Dann vergleiche Lagerverwaltungs-Apps. Wie ein Materiallager ohne große Komplettumstellung läuft, zeigt dir der Leitfaden Lagerverwaltung ohne ERP.
Fazit: Welche App passt 2026 zu dir?
Viele Betriebe stecken laut Handwerkskammer Region Stuttgart gerade mitten im Umstieg, die Kammer will ihnen den Weg dorthin ebnen. Drei Tools, drei Schwerpunkte: repleno rechnet pro Betrieb statt pro Nutzer ab und begleitet den Start persönlich mit Einführung und Lagerberatung. Lager im Griff spielt seine Stärke bei Großhandel-Schnittstellen aus (IDS, Open Masterdata) und kann auch Schlüssel verwalten. Sortly dokumentiert Inventar visuell. repleno ist unser Produkt, entsprechend ordne bitte unsere Empfehlung ein; die Kriterien und Preise oben stehen offen zum Nachprüfen.
Am Ende zählt die Nutzung im Lager: Bucht dein Team Entnahmen, stimmen die Bestände. Und stimmen die Bestände, werden Fehlteile weniger.
Was das Gegenteil kostet, rechnet der Beitrag über fehlendes Material vor; was eine App in deinem Betrieb einspart, schätzt der ROI-Rechner.
Häufig gestellte Fragen zu Lagerverwaltungs-Apps
Ein einfaches Lagerprogramm ist eine schlanke Software, die sich auf die Verwaltung von Beständen beschränkt: Artikel anlegen, Mengen und Lagerorte im Blick behalten, Entnahmen buchen und Nachschub auslösen. Der Vorteil: Es löst das Lagerproblem direkt, ohne den ganzen Betrieb umzustellen.
Die, bei der die Rollen und operativen Aufgaben klar getrennt werden können: Eine Person (Admin) übernimmt die Systempflege (Artikeldaten, Lieferantendaten, Wareneingang, Materialrückführung usw.). Alle anderen buchen nur bei Entnahme. Eine Entnahme zu buchen und damit den Bestand eines Artikels zu aktualisieren, dauert über einen Scan via Smartphone nur Sekunden und braucht kaum Einarbeitung. Einer verwaltet, alle anderen buchen.
Ab 3-5 Mitarbeitern und mehr als 50 verschiedenen Artikeln lohnt sich eine App fast immer. Der Zeitgewinn durch weniger Suchaufwand und automatische Bestandswarnungen übersteigt die Kosten meist schon nach wenigen Wochen.
Spezialisierte Lagerverwaltungs-Apps liegen typischerweise zwischen 24 und 50 Euro pro Monat. Prüfe den Tarif genau: Nutzer, Lagerorte, Barcode-Scan und Nachbestellung treiben die echten Kosten.
Elektrobetriebe profitieren besonders von Apps mit automatischer Nachbestellung oder starker Großhandel-Anbindung, da sie viele Kleinteile (Klemmen, Kabel, Sicherungen) verwalten müssen.
In den meisten Fällen ja. Achte darauf, dass du Hauptlager, Fahrzeuglager und Baustellen als eigene Standorte abbilden und Umlagerungen nachvollziehen kannst.
Wichtig. Wenn du Mitarbeiter- oder Kundendaten in der App speicherst, musst du sicherstellen, dass die Daten rechtskonform verarbeitet werden. Bei Anbietern außerhalb der EU solltest du AVV, Unterauftragsverarbeiter und Datenstandorte besonders sorgfältig prüfen.