Beste Lagerverwaltungs-App fürs Handwerk 2026: 3 Apps im Vergleich
Top 3 Lagerverwaltungs-Apps fürs Handwerk 2026 im Vergleich: repleno, Sortly und Lager im Griff. Mit Kriterien, Preisen und DSGVO-Check. Plus Praxistest: Welche App wird im Betrieb wirklich genutzt?
Die beste Lagerverwaltungs-App ist die, die dein Team im Alltag wirklich nutzt.
Für Handwerksbetriebe zählen schnelle Entnahmen, klare Lagerorte, Barcode-Scan und zuverlässiger Nachschub mehr als ein langer Katalog an Funktionen.
Jeder im Team soll den Bestand sehen und selbst buchen, ohne dass jeder Nutzer extra kostet: repleno (Preis pro Betrieb, kostenlos bis 50 Artikel, darüber ab 49 EUR/Monat, Einführung online inklusive, vor Ort buchbar).
Bestellen direkt beim Großhandel über IDS oder Open Masterdata: Lager im Griff (ab 289 EUR netto/Jahr für 1-3 Nutzer).
Werkzeuge und Geräte visuell mit Fotos dokumentieren: Sortly (ab 49 US-Dollar/Monat für 2 Nutzer).
Wichtigster Test: Leg einige Artikel mit Beständen an. Gib die App danach zwei Leuten im Betrieb und prüfe, ob Entnahme, Suche und Nachbestellung ohne Schulung funktionieren.
In den meisten kleinen Handwerksbetrieben läuft das Lager über Excel, Zettel oder Zuruf. Was noch da ist, weiß der Chef. Also ruft der Monteur von der Baustelle an: „Haben wir noch Kabelkanal da?" Bei ein bis zwei Leuten geht das. Sobald mehrere aus demselben Lager entnehmen, sind Fehlteile, Sonderfahrten und Doppelbestellungen vorprogrammiert. Warum Excel dann kippt, zeigt der Vergleich von Excel und App.
Eine Lager-App holt den Bestand aufs Handy: Jeder sieht selbst, was im Lager oder im Fahrzeug liegt, und der Anruf fällt weg. Das klappt aber nur, wenn jeder Mitarbeiter Zugriff auf Lager und Bestände hat und selbst bucht. Bucht nicht jeder, stimmt der Bestand nicht. Dieser Vergleich richtet sich an kleine Betriebe mit mehreren Mitarbeitern, in denen mehrere Leute auf dasselbe Lager zugreifen. Alle drei Lagerverwaltungs-Apps sind für Teams gemacht; sie unterscheiden sich darin, welches Problem sie am besten lösen. Einen Testsieger für alle gibt es nicht.
Empfehlung: Welche Lagerverwaltungs-App passt zu dir?
Lager im Griff: Bestellen direkt beim Großhandel. Bestellung direkt aus dem Katalog deines Großhändlers, dazu Werkzeug-Zuordnung an Mitarbeiter. Passt, wenn dein Einkauf über einen angebundenen Großhändler läuft.
repleno: Jeder im Team hat das Lager auf dem Handy und bucht selbst. Damit der Anruf beim Chef wegfällt, braucht jeder Monteur einen Zugang. Abgerechnet wird deshalb pro Betrieb, nicht pro Nutzer. Eine persönliche Einführung vor Ort ist buchbar: Lagerverwaltung fürs Handwerk mit repleno.
Sortly: Inventar mit Fotos. Werkzeuge und Geräte visuell dokumentiert, mit QR-Codes. Passt, wenn du Werkzeug und Geräte schnell wiederfinden willst.
Hinweis zur Transparenz: repleno ist unser Produkt. Es gibt keine bezahlten Platzierungen. Alle Angaben stammen aus öffentlichen Preis- und Feature-Seiten der Anbieter (Stand jeweils angegeben) und können sich ändern.
Wie haben wir bewertet?
Bedienung ohne Schulung: Kommen auch die Leute klar, die ungern mit Software arbeiten? Entnahme per Smartphone-Scan, ohne Extra-Hardware.
Lagerorte und Nachschub: Hauptlager, Fahrzeuge, Baustellen, und ob die App beim Mindestbestand warnt oder selbst bestellt.
Kosten fürs ganze Team: Was kostet es, wenn alle buchen und nicht nur der Chef? Mit Rollen und Rechten, damit nicht jeder alles darf.
Start und Support: Einführungshilfe, Support-Sprache, Anbietersitz und Hosting.
Den wichtigsten Test machst du selbst: Gib das Tool zwei Leuten, einem, der gern mit Apps arbeitet, und einem, der es ungern tut. Beide spielen den Alltag durch: Artikel finden, Entnahme buchen, Fehlbuchung korrigieren. Schafft es nur der Technikfan, hält der Betrieb das Tool nicht durch.
Lager im Griff
Lager im Griff ist eine Lagersoftware aus Bonn für kleine Betriebe.
Passt, wenn: du direkt aus dem Katalog deines Großhändlers bestellen und Werkzeug Mitarbeitern zuordnen willst.
Stärken: Schneller Einstieg, einfache Bedienung, Excel-Import. Bestellung direkt beim angebundenen Großhändler. Barcode- und QR-Etiketten in der Software. Wöchentliche Sprechstunde und Videokurs.
Mehrere Lager: Ja, zentral über mehrere Standorte gesteuert.
Grenzen: Keine automatische Nachbestellung, die Bestellung löst du selbst aus.
Preis: 289 Euro (1-3 Nutzer) oder 789 Euro (4-10 Nutzer) netto pro Jahr, darüber auf Anfrage.
DACH-Check: Deutscher Anbieter, Hosting in Deutschland.
repleno
repleno ist eine Lagersoftware aus Bielefeld für kleine Betriebe.
Passt, wenn: viele Mitarbeiter aufs Lager zugreifen und du pro Betrieb statt pro Nutzer zahlen willst.
Stärken: Einfache Bedienung: Buchen per Barcode-Scan am Smartphone in Sekunden. Etiketten für Artikel und Lagerplätze in der Software. Automatische Nachbestellung beim Lieferanten. Begleiteter Start online inklusive, Einführung vor Ort buchbar.
Mehrere Lager: Ja: Hauptlager, Fahrzeuge und Baustellen.
Grenzen: Keine Großhandel-Schnittstelle.
Preis: Kostenlos mit 50 Artikeln und bis zu 3 Nutzern. Für ein Lager 588 Euro pro Jahr, mit mehreren Lagerorten und automatischer Bestellung 1.188 Euro, jeweils unabhängig von der Nutzerzahl.
DACH-Check: Deutscher Anbieter, Hosting in Deutschland.
„Unsere Mitarbeiter in der Produktion verstehen sofort, was sie machen müssen. Code scannen, Menge eingeben, buchen drücken. Mehr muss der Mitarbeiter nicht tun. Eine Buchung dauert wenige Sekunden." Alexander, Betriebsleiter der Horst Filipp GmbH (OMR Reviews)
Sortly
Sortly ist eine Inventar-App aus den USA für kleine Betriebe.
Passt, wenn: du Werkzeug, Geräte und Zubehör mit Fotos dokumentieren und wiederfinden willst.
Stärken: Viele Fotos pro Artikel, QR-Codes, schnell verständliche Oberfläche.
Mehrere Lager: Ja.
Grenzen: Fokus auf Dokumentation, nicht auf Beschaffung.
Preis: Kostenlos mit 100 Artikeln und einem Nutzer. 288 US-Dollar (2 Nutzer), 888 US-Dollar (5 Nutzer) oder 1.788 US-Dollar (8 Nutzer) pro Jahr, ab 12 Nutzern auf Anfrage.
Hinweis zur Tabelle: Listenpreise der Anbieter für ein Lager, jeweils im günstigsten Tarif, der die Nutzerzahl abdeckt, bei jährlicher Zahlung. Bei Sortly gilt im ersten Jahr ein Einführungspreis. Stand: 12.10.2026.
Worauf kommt es im Betrieb an?
Die meisten Betriebe wollen keine neue Software-Landschaft. Sie wollen wissen, was da ist, wo es liegt und wann nachbestellt werden muss. Damit eine App das leistet, braucht es drei Dinge:
Eine verantwortliche Person für Lagerorte, Etiketten und Mindestbestände.
Ein kleiner Start mit dem Material, das am häufigsten fehlt.
Eine komplette Handwerkersoftware mit Warenwirtschaft lohnt sich, wenn du ohnehin Angebote, Projekte und Abrechnung neu aufsetzt. Nervt nur das Lager, ist sie meist zu groß: lange Einführung, viele Module, Lizenzen pro Nutzer. Die Lagerverwaltung ohne ERP kommt ohne Komplettumstellung aus, auch in kleinen Betrieben.
Checkliste: Fragen an den Anbieter
Kann ich sofort selbst testen, ohne Demo- oder Vertriebstermin?
Wie kommen meine Artikeldaten ins System, und kann ich sie am PC im Browser pflegen?
Funktioniert der Scan für Entnahme, Wareneingang und Inventur am Smartphone, ohne Extra-Hardware?
Kann ich mehrere Lagerorte anlegen und Umlagerungen nachvollziehen?
Gibt es Rollen und eine Buchungshistorie, die zeigt, wer wann was gebucht hat?
Wer bestellt: Gibt es Meldebestände oder automatische Bestellungen?
Was kostet es, wenn sich meine Mitarbeiterzahl verdoppelt?
Erreiche ich bei Problemen einen Menschen, in der Sprache meines Teams?
Ist dokumentiert, wo meine Daten liegen und wer sie verarbeitet, und bekomme ich bei Kündigung alle Daten als Export?
Du kennst ein Tool, das hier fehlt? Schreib uns über die Kontaktseite. Passt es zu kleinen Betrieben, nehmen wir es auf.
Fazit: Welche App passt 2026 zu dir?
Drei Tools, drei Versprechen: Lager im Griff, wenn du direkt beim Großhandel bestellst. repleno, wenn dein ganzes Team das Lager auf dem Handy haben und mitbuchen soll, zu einem Preis. Sortly, wenn du Werkzeug und Geräte übersichtlich dokumentieren und wiederfinden willst.
Am Ende zählt die Nutzung: Bucht dein Team, stimmt der Bestand, und es fehlt seltener Material.
Häufig gestellte Fragen zu Lagerverwaltungs-Apps
Was ist ein einfaches Lagerprogramm?+−
Ein einfaches Lagerprogramm ist eine schlanke Software, die sich auf die Verwaltung von Beständen beschränkt: Artikel anlegen, Mengen und Lagerorte im Blick behalten, Entnahmen buchen und Nachschub auslösen. Der Vorteil: Es löst das Lagerproblem direkt, ohne den ganzen Betrieb umzustellen.
Welche Lagerverwaltung funktioniert, wenn nur eine Person den Bestand pflegt?+−
Die, bei der die Rollen und operativen Aufgaben klar getrennt werden können: Eine Person (Admin) übernimmt die Systempflege (Artikeldaten, Lieferantendaten, Wareneingang, Materialrückführung usw.). Alle anderen buchen nur bei Entnahme. Eine Entnahme zu buchen und damit den Bestand eines Artikels zu aktualisieren, dauert über einen Scan via Smartphone nur Sekunden und braucht kaum Einarbeitung. Einer verwaltet, alle anderen buchen.
Brauche ich als Handwerksbetrieb überhaupt eine Lagerverwaltungs-App?+−
Ab 3-5 Mitarbeitern und mehr als 50 verschiedenen Artikeln lohnt sich eine App fast immer. Der Zeitgewinn durch weniger Suchaufwand und automatische Bestandswarnungen übersteigt die Kosten meist schon nach wenigen Wochen.
Was kostet eine Lagerverwaltungs-App für Handwerker?+−
Spezialisierte Lagerverwaltungs-Apps liegen typischerweise zwischen 24 und 50 Euro pro Monat. Prüfe den Tarif genau: Nutzer, Lagerorte, Barcode-Scan und Nachbestellung treiben die echten Kosten.
Welche App eignet sich für Elektrobetriebe am besten?+−
Elektrobetriebe profitieren besonders von Apps mit automatischer Nachbestellung oder starker Großhandel-Anbindung, da sie viele Kleinteile (Klemmen, Kabel, Sicherungen) verwalten müssen.
Kann ich mehrere Lagerorte in einer App verwalten?+−
In den meisten Fällen ja. Achte darauf, dass du Hauptlager, Fahrzeuglager und Baustellen als eigene Standorte abbilden und Umlagerungen nachvollziehen kannst.
Gibt es eine Lagerverwaltungs-App für Handy und PC?+−
Alle drei Apps aus diesem Vergleich laufen auf dem Smartphone und im Browser am PC. So pflegst du Artikel und Stammdaten am PC mit der Tastatur und buchst Entnahmen am Handy direkt am Regal. Bei anderen Anbietern prüf vor dem Kauf, ob es neben der Handy-App einen Desktop-Zugang gibt.
Wie wichtig ist DSGVO-Konformität bei Lagerverwaltungs-Apps?+−
Wichtig. Wenn du Mitarbeiter- oder Kundendaten in der App speicherst, musst du sicherstellen, dass die Daten rechtskonform verarbeitet werden. Bei Anbietern außerhalb der EU solltest du AVV, Unterauftragsverarbeiter und Datenstandorte besonders sorgfältig prüfen.
Christoph arbeitete fünf Jahre als Elektroniker in der Industrie und hat erlebt, wie fehlende Kleinteile Abläufe ausbremsen. Später betreute er als Projektmanager der P.S. Cooperation GmbH (Böllhoff-Gruppe) systemunterstützte C-Teile-Projekte bei mittelständischen Industrie- und Maschinenbauunternehmen. Heute baut er repleno in Vollzeit, eine Lagerverwaltung, mit der kleine Betriebe Materialbedarf früh erkennen und Nachbestellungen automatisieren.